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Bauliche Entwicklung an den Schulstandorten seit der Fusion!

Den Gemeindevertretern aller Gemeinden war klar, dass die Fusion der beiden bisherigen Schulverbände und die Umwandlung zur Gemeinschaftsschule nicht ohne hohe Investitionskosten zu erreichen sein wird. Da an den Schulstandorten Ohrstedt und Viöl der Betrieb einer "offenen Ganztagsschule" an mindestens drei Schultagen vorgehalten werden muss, bedeutet dies, dass an beiden Schulen eine Mensa gebaut werden musste. In Ohrstedt fehlten außerdem noch Fachräume für Chemie, Physik und Biologie, die ebenfalls einzuplanen waren.
Innerhalb der letzten gemeinsamen Sitzung der Schulverbände Ohrstedt und Viöl am 19. November 2007 in Schwesing wurde der Empfehlungsbeschluss einstimmig gefasst, folgende Investitionen in 2008 durchzuführen:

Schulstandort Ohrstedt:

  • Bau Mensa und naturwissenschaftliche Räume
  • Bau Busschleife
  • Erneuerung Schuppen und Fahrradständer
  • Schaffung von Räumen für individuelles Lernen und Differenzierung
  • Sanierung Hallenboden in der großen Sporthalle

Schulstandort Viöl:

  • Bau Mensa/Multifunktionsraum
  • Schaffung von Räumen für individuelles Lernen und Differenzierung
  • Sanierung Hallenboden und Trennvorhangsystem in der großen Sporthalle

Es handelt sich hierbei um ein Gesamtvolumen von rund 2,2 Millionen Euro, die sich, nach Abzug von Zuschüssen, für den Schulverband auf eine Finanzierungssumme von etwa 1,5 Millionen Euro belaufen hat. Doch damit nicht genug! Klarheit herrschte auch bei den Fusionsverhandlungen im Kalenderjahr 2007, dass durch die vom Gesetzgeber geforderten mehr Räumlichkeiten, auch in Viöl ein weiterer - hoffentlich letzter - Anbau notwendig werden wird. Aufgrund der konstanten und stetigen Zulaufs der Schülerzahlen wurde daher Anfang 2009 der Plan konkretisiert, in Viöl weitere drei Klassen, einen Raum für den Aufbau einer Präsenzbücherei, die Erweiterung von Musik- und Kunstraum sowie einen Verwaltungsneubau und die Vergrößerung des Lehrerzimmers zu schaffen. Durch sinnvolle Bauweise im vorderen Teil des Schulgebäudes wurde es möglich, zwischen Alt- und Neubau eine Regenpausenhalle mit einzuplanen, die auch gleichzeitig als Veranstaltungsraum für die Gemeinde Viöl dienen soll.
Zunächst schien es so, als wenn die Politik des Landes Schleswig-Holstein uns (und nicht nur uns, sondern auch andere bauwillige Gemeinden) im Stich lassen würde. Aufgrund des Konjunktureinbruches in den Kalenderjahren 2008/2009 wurde jedoch zusätzlich ein Landesschulbauprogramm mit allerdings geringen Mitteln aufgelegt, aus dem wir dann doch noch etwas partizipieren konnten. Gleichzeitig ergab sich, dass die Bundesregierung ein "Konjunkturprogramm" auflegte und wir darüber für Sanierung von Gebäuden im Altbestand Zuschüsse von bis zu 75 Prozent einwerben konnten.
Es wurde daraufhin im Herbst 2009 - schweren Herzens - der Beschluss gefasst, neben der Neubauplanung mit einem Volumen von rund 1,8 Millionen Euro zusätzlich noch ein Sanierungsprogramm für die Schulgebäude in Haselund, Ohrstedt und Viöl zu beschließen, dass eine Investition von weiteren fast 500.000 Euro beinhaltete. Die Abwicklung der Gesamtmaßnahme in einem Finanzvolumen für den Schulverband Viöl von rund 1,9 Millionen Euro wird in den Kalenderjahren 2009 und 2010 abgewickelt.
Doch es geht noch weiter...
Auf den letzten Versammlungen im Kalenderjahr 2009 wurde der Schulverband darauf aufmerksam gemacht, dass aufgrund des hervorragenden Zulaufs im Bereich Ohrstedt (Einzugsbereich auch für Ostenfeld, Winnert, Wittbek, Treia, Silberstedt) schon im neuen Schuljahr 2010/2011 nicht mehr genügend Klassen vorhanden sein werden, um dem Zulauf gerecht zu werden. Die Besonderheit in Ohrstedt ist, dass bis zum Schuljahresbeginn im September 2008 die Klassenbereiche in der Hauptschule maximal zweizügig waren. Durch den guten Zulauf sind die ersten beiden Gemeinschaftsschulklassen jedoch dreizügig geworden, so dass abzusehen ist, wann die Kapazität in der Schule Ohrstedt diesen Schülerstrom nicht mehr auffangen kann. Nach ausführlicher Diskussion über die Finanzierbarkeit in der Frühjahrssitzung 2010 des Schulverbandes Viöl beschlossen die zugehörigen Gemeinden einstimmig, in Ohrstedt noch im laufenden Kalenderjahr drei neue Klassen zu erstellen.

Damit wird der Schulverband Viöl in der kurzen Zeit seit der Fusion mit dem Schulverband Ohrstedt in den Kalenderjahren 2008 bis 2010 rund 5,1 Millionen Euro in die Schulen investiert haben. Die 15 Mitgliedsgemeinden haben damit den Lehrkörpern der drei Schulen den Weg bereitet, um das gemeinsam erarbeitete Konzept von attraktiven Schulen/Schulstandorten mit Leben zu erfüllen.

Im Schuljahr 2010/2011 wurden circa 1.150 Schülerinnen und Schüler an den drei Schulen, die durch den Schulverband Viöl finanziert werden, unterrichtet und im Kalenderjahr 2011 kam die nächste große Investition:

Aufgrund der noch günstigen Zuschusssituation bzw. des großen Strombedarfs entschloss sich der Schulverband nach eingehender Prüfung, jeweils eine Photovoltaikanlage in Ohrstedt (4 Dächer) und Haselund zu installieren. Die Investitionskosten beliefen sich auf brutto knapp 300.000 EUR. Die Ergebnisse der Produktion/Einspeisung zeigen, dass diese Entscheidung auch wieder richtig war.

Mitte/Ende Kj. 2012 traf uns die Überprüfung der Schulgebäude durch den TÜV Nord mit voller Härte:

Trotz 2-jähriger regelmäßiger Prüfung in der Vergangenheit ohne größere Beanstandungen sowie die ohne Mängel erfolgte die Abnahme der Neubauten 2009-2010, wurde uns mitgeteilt, dass durch wesentliche Gesetzesänderungen die jetzigen Brandmelde- und Alarmierungsanlagen aller drei Schulen nicht mehr den neuesten Bedingungen entsprach. Nach Rücksprache  / Angebotseinholung bei Spezialfirmen haben wir uns dann entschlossen, diese Mängel kurzfristig abzustellen durch eine Komplettsanierung bzw. eine komplette Erneuerung aller Anlagen:

Im Herbst 2013 konnten wir dann dem Kreis Nordfriesland melden, dass eine Erneuerung mit einem Kostenauswand von knapp 300.000 EUR stattgefunden hat und die Schulen in Bezug auf die Sicherheitsvorschriften auf den neuesten Stand sind.

Im gleichen Jahr mussten wir dann auch noch feststellen, dass die Sporthallendecke in Viöl nicht mehr reparabel ist; wir haben kurzerhand eine Neuinstallation der Decke und der Beleuchtung - natürlich LED! - vorgenommen - die Auswirkungen bzgl. der Helligkeit sind enorm...

….und für dieses turbulente, kostenintensive Jahr hatten wir schon im Herbst 2012 beschlossen, dem Wunsch der Schulleitungen nachzukommen, die GemS komplett an beiden Standorten mit „Aktivboards“ - das ist wie ein großer Fernseher mit Internetanbindung“ - auszustatten.

Diese Boards ersetzen zum einen die alten Schultafeln (die wir gegen eine Spende für die jeweiligen Fördervereine „verkauft“ haben), zum anderen ermöglichen sie, mit eigenem Unterrichtsprogramm zu arbeiten und darüber hinaus im Internet gemeinsam zu agieren!

Inclusive der Installationskosten und Netzanbindungen wurden hier im Frühjahr 2013 weitere 150.000 € investiert…..

Nach zwei „ruhigen“ Jahren mit dem üblichen Investitions- und Reparaturetat von rund

110.000 € mussten wir im Kalenderjahr 2016 einen Umbau- und Reparaturbedarf von zusätzlich rund 60.000 € stemmen :

Renovierung und Neueinrichtung der Hausmeisterwohnung für die Unterbringung der nachmittäglichen „ betreuten Grundschule“ in Ohrstedt, Erneuerung der Duschen in der Sporthalle Viöl, Renovierung und Inventarerneuerung (nach rd. 50 Jahren!) des Sekretariats und GS Schulleiterbüro sowie Installation von Bewegungsmeldern mit Alarmierung in Ohrstedt.

Durch die Einführung der betreuten Grundschule sowie zweier Schulassistentinnen (1 x Ohrstedt/1 x Viöl und Haselund) für die Grundschulen mussten die Personalkosten ab dem Schuljahr 2016/2017 aufgestockt werden; trotz Elternbeiträgen und Zuschüssen aus Kiel für die Schulassistenz verbleiben immer noch pro Jahr rund 50 T Euro beim Schulverband. Allerdings gehen wir davon aus, dass bei „fleißiger Nutzung“ der betreuten Grundschulen in der Zukunft die Kosten durch die Elternbeteiligungen gedeckt werden.

Der Schulverband ist sicher, dass er - trotz der sehr angespannten finanziellen Situation der einzelnen Gemeinden - in die Schulen und damit zu Gunsten der Familien und Kinder unserer Gemeinden sinnvoll und zukunftsweisend investiert hat.